Der diesjährige Landespräventionspreis wurde für Projekte und Initiativen ausgelobt, die sich um die Stärkung der Sicherheit älterer Menschen in Thüringen verdient gemacht haben. Mit dem Preis soll das Engagement von Initiativen auf dem Gebiet der Prävention stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden. Besondere Leistungen und erfolgreiche Präventionsarbeit von Vereinen, Gruppen oder Einzelnen sollen gewürdigt und unterstützt werden.
Die Preisträger wurden durch eine Jury, die aus Mitgliedern der Kommission „Sicherheit im Alter“ bestand, ausgewählt.
Mit dem ersten Preis (2500 €) wird das „Mediencafé“ des Projektes SELMA in Trägerschaft des Caritasverbandes für das Bistum Erfurt e. V. geehrt. Es richtet dezentrale Bildungsveranstaltungen in und um Heiligenstadt aus. Ziel ist es, die Menschen 60+ im sicheren Umgang mit neuen Medien nachhaltig zu schulen. Dabei werden u. a. Themen, wie Internetbetrug, Desinformation oder Identitätsdiebstahl thematisiert.
Der zweite Preis (1500 €) geht an das Projekt „Gehhilfe in der Selbstverteidigung“. Der Polizeisportverein Eisenach konzipierte ein für die Bedürfnisse ältere Personen zugeschnittenes Trainingskonzept, um Seniorinnen und Senioren Tipps zu geben, wie sie sich in Notfallsituationen verhalten können. Die Trainings beinhalten Kommunikations- und Deeskalationsstrategien, die Verbesserung körperlicher Fähigkeiten sowie die Einbindung von Gehhilfen und Rollstühlen, um potentielle Angreifer auf Distanz zu halten.
Den dritten Preis (1000 €) erhält das Familienzentrum „Kerbscher Berg“ Dingelstädt. Gemeinsam mit dem Eichsfeld Klinikum Pflege und der Stadt Dingelstädt richtete es einen Pflegetag mit über 30 Ausstellern sowie zahlreichen Fachvorträgen aus, um mit den Besuchern zum Thema Pflege in Austausch zu kommen und für Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten zu sensibilisieren. Neben Gesundheits-Check und Mitmach-Aktionen gab es auch Informationen zu Notruf- und Entlastungssystemen oder zu Selbsthilfegruppen.
